Die fiesen Stolpersteine in der Kommunikation

Hallo meine Liebe!

Ich weiss, dass dir diese Herausforderungen in deinem autistischen Spektrum schon bestimmt mehr als einmal begegnet sind. Die Rede ist von den fiesen Stolpersteinen in der Kommunikation.

Denn du und ich legen als Autistinnen in der Kommunikation mit anderen Menschen alles regelrecht auf die Goldwaage.

Die Rede ist davon Dingen wörtlich zu nehmen oder Schwierigkeiten Ironie und Sarkasmus zu verstehen. Ich spreche da aus laaaaaanger Erfahrung und kann dir nur immer wieder sagen, dass du damit nicht allein bist.

Um eins direkt vorneweg zu sagen, ich verwende in meinen Texten ausdrücklich Sprichwörter oder Bilder um Beispiele zu verdeutlichen. Denn diese begegnen uns beide immer wieder im Alltag. Daher möchte ich in dir die Neugier wecken, diese Begriffe oder Sätze nachzuschlagen und dir damit selbst zu helfen, diese besser zu verstehen.

Natürlich darfst du mich auch jederzeit fragen, was etwas bedeutet, solltest du es nicht selbst herausfinden oder du dir immer noch unsicher sein. Wichtig ist mir nur, dass du lernst dir selbst zu helfen, wenn du etwas nicht verstehst, sei es durch googeln oder nachfragen.

Ich warne dich auch hiermit ein letztes Mal vor – dieser Beitrag wird gespickt sein mit lauter Sprichwörtern, Bilder, etc. HA, siehst du schon wieder eins – das geht gut los, oder?

Ok, also wir beide wissen schon mal, dass es das wörtlich nehmen von Dingen, Sprichwörter, sowie Ironie und Sarkasmus, uns im Alltag Kopfschmerzen bereiten.

Was kannst du nun tun?

Nun du hast die Wahl:

Du kannst dich entweder schmollend in die Ecke hocken und alles doof finden …

… oder du lernst diese Dinge wie Vokabeln, bis du diese im Schlaf auswendig aufsagen kannst.

Ich weiss beide Varianten haben ihr Vor- und Nachteile …

Also wenn du jetzt weiter liest, habe ich die offizielle Genehmigung von dir, dir damit auf den Keks zu gehen.

So, jetzt möchte ich dir ein Beispiel geben, was du ausser dem Auswendiglernen von Redewendungen tun kannst. Denn es gibt ja Situationen, die du nicht auswendig lernen kannst, sondern lernen musst diese einzuschätzen und dann entsprechend zu reagieren. Ich rede in diesem Fall von Ironie und Sarkasmus. Denn da kommt es stark auf dein Gegenüber an.

Aber ich gehe fest davon aus, dass wenn du meinen Blog hier liest oder meinem Audioblog lauschst, dass du dann lernen möchtest, dich in der neurotypischen Welt besser zurechtzufinden und dir Hilfen für dein autistisches Spektrum suchst.

Da möchte ich dir jetzt ein Beispiel aus meinem Leben geben.

Als ich meine Autismus Diagnose erhalten habe, bin ich regelrecht zu einem Bücherwurm mutiert. Ich habe alles dazu gelesen, was ich dazu finden konnte. Mir wurde dadurch bewusst, dass ich unter anderem diese Herausforderungen in der Kommunikation habe.

Da ich mich damals nach der Diagnose entschlossen habe, mich nicht mehr verstecken zu wollen, habe ich meine Chefs und Kollegen über meine Diagnose aufgeklärt und auch was das für meinen Alltag und mich bedeutet.

Mein Outing hat mir sehr viel Erleichterung gebracht

Dabei habe ich ausdrücklich betont, dass wenn sie merken, dass ich etwas falsch verstehe, dass mich mein Umfeld darauf hinweisen soll. Gerade, wenn jemand beispielsweise Ironie oder Sarkasmus verwendet und ich das in den falschen Hals bekomme und dadurch missverstehe. Denn nur so kann ich es lernen und Missverständnissen vorbeugen.

Jetzt kann es aber sein, dass du dich gar nicht outen willst. Was vollkommen in Ordnung ist. Dennoch musst du Wege für dich finden, wie du diesen Missverständnissen entgegenwirkst. Oder sollte es doch passiert sein, wie du diese auflöst.

Daher eine Technik, die ich für mich anwende, ist, wenn ich merke, ich fange über das Gesagte an mir den Kopf zu zerbrechen und ich grüble noch stundenlang darüber nach. Dann wird es Zeit für mich, bei meinem Gegenüber nachzufragen, wie er oder sie das gemeint hat.

Denn sonst verschwende ich meine Energie für die Sorge etwas missverstanden oder etwas Falsches gesagt zu haben. Ich möchte nicht, dass es dir auch so geht.

Daher finde für dich ein Mittelmass, ab wann du nachfragst und wann du sagst nein das ist für mich so in Ordnung, ich kann damit leben, wenn ich etwas vielleicht nicht richtig verstanden habe.

Es gibt auch einfach die Momente, die du oder ich nicht nachvollziehen können. Da können wir uns noch so sehr auf den Kopf stellen, es wird diese Situationen einfach geben, die wir nicht verstehen.

Das Gleiche gilt auch für unser neurotypisches Umfeld, sie werden unsere Wahrnehmung und unsere Art zu kommunizieren, wahrscheinlich auch nie ganz nachvollziehen können.

Ich finde es nur richtig und wichtig, dass du und ich zumindest versuchen unser neurotypisches Umfeld zu verstehen. Wie gesagt, du kannst jederzeit nachfragen, wenn du etwas nicht im Gespräch verstehst. Gehe da einfach mit dem Grundsatz heran, dass nicht jeder Mensch alles wissen kann. Das gilt für neurotypische wie neurodiverse Menschen gleichermassen.

Zur Erinnerung ganz kurz:
Neurotypisch = Menschen die nicht im Spektrum sind
Neurodiverse = Menschen die im Spektrum sind, AD(H)S, Dyskalkulie oder beispielsweise Legasthenie haben

Genauso wünsche ich es mir von neurotypischen Menschen, das sie versuchen unsere Art der Kommunikation zu verstehen. Das geht auch nur wenn wir mit ihnen das Gespräch suchen und dann auch immer wieder versuchen zu erklären, wie wir etwas meinen. Denn sonst ändert sich nichts.

Was du auf gar keinen Fall tun solltest

Du darfst dich nicht aufgrund deiner Diagnose zurückziehen und gar nicht mehr mit anderen Menschen kommunizieren – das ist jetzt natürlich etwas überspitzt ausgedrückt, aber ich hoffe du verstehst, was ich sagen möchte.

Denn du darfst deine Persönlichkeit zeigen. Umso mehr du kommunizierst, desto mehr Gespräche hast du, aus denen du und dein Umfeld lernen können.

Bedenke bitte niemand kommuniziert immer perfekt. Jeder Mensch macht auch mal Fehler. Das Schlimme wäre nur, wenn du nicht aus deinen Fehlern lernen würdest.

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Danke dir! Merci vielmals! Thank you so much!

Die fiesen Stolpersteine in der Kommunikation
Geschrieben von
pinkspektrum

Herzlich willkommen in meinem Spektrum!
Ich bin Nicole und ich habe mit 30 Jahren erfahren, dass ich Autistin bin. Viiiiiiel zu spät! Daher möchte ich nun über Autismus-Spektrum-Störungen aufklären und vor allem darüber aufklären das auch Frauen betroffen sein können.

Hast du jetzt noch Fragen? Dann schreib mir gern einen Kommentar!

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